Österreich als neue Destination

Der Klimawandel könnte Österreichs Tourismus mehr nutzen als schaden. Das belegen unter anderem aktuelle Studien der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG).

Hitzeflucht

Durch die ständig steigenden Temperaturen wird vor allem der Mittelmeerraum mit seinen klassischen Tourismusländern – Griechenland, Italien und Spanien – für viele Touristen immer weniger interessant. Viele ziehen sich daher gerne in kühlere Regionen zurück. Aufgrund seiner Alpen ist Österreich hier klimatisch begünstigt. In größeren Höhenlagen sind die Mittagstemperaturen auch während einer Hitzewelle angenehmer. Zudem gibt es in Österreich zahlreiche Seen. Die Wassertemperaturen dieser Gewässer steigen ebenfalls kontinuierlich an, was zu einem angenehmen Badevergnügen führt. Reiseinformationen erhält man unter anderem auch auf oe24 unter der Rubrik “Reisen”.

Die Schattenseite ist jedoch, dass wärmere Gewässer auch weniger Sauerstoff speichern, sodass es langfristig zu einem Fischsterben oder Artensterben kommen könnte.

Die Temperaturen der österreichischen Seen sind seit 1880 kontinuierlich gestiegen, am stärksten aber seit den 1980er Jahren, wie die Studie der ZAMG beweist. So ist zum Beispiel die Temperatur des Neusiedlersees im Burgenland derzeit um 2,8 Grad höher als im langjährigen Durchschnitt.

Weniger Schnee

Negativ könnte sich der Klimawandel hingegen auf den heimischen Wintertourismus auswirken. Skigebiete unter 1.000 Meter verzeichnen bereits seit Jahren zu wenig Schnee, um als Wintersport-Destination überleben zu können. Dennoch sieht man die zukünftige Entwicklung in Österreich durchaus optimistisch und hofft, dass längere und wärmere Sommer die Differenzen zum bisherigen Wintertourismus ausgleichen können. Zudem werden, laut Auskunft der Studienautoren, immer mehr Menschen aus südlicheren Ländern den Urlaub nach Österreich verlegen und auch Gäste, denen es im Süden zu heiß wird, werden in die Alpen ausweichen.

Und für verregnete Sommertage hat man in diesem Land noch immer ein Ass im Ärmel. Die vielen Museen und die Thermen locken auch an kühleren Tagen immer wieder zahlreiche Gäste an. Als Kultur- und Tourismusland kann sich die Alpenrepublik auf alle Fälle auch weiterhin etablieren.

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